Bierarchiv

Hier finden Sie die Biersorten, die wir in Vergangenheit kreiert, aber nicht mehr an Lager haben. Titel in Rot bedeuten, dass die betreffende Sorte auf der kleineren Anlage gebraut wurde und dementsprechend in geringeren Mengen vorhanden war.

Waterkeyn

Waterkeyn – belgisches Tripel

9.1 Vol.%
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe, Orangenschalen, Kandiszucker

Das Tripel entstand in den 1930er-Jahren, als Brauer von Ales und Abteibrauereien versuchten, mit den Lagerbieren aus Pilsen zu konkurrieren. Sie verwendeten dazu bis zu dreimal soviel Malz wie für „normales“ Bier, ohne jedoch die Hopfenmenge signifikant zu erhöhen. Bis heute ist dieser Stil jedoch ausserhalb von Belgien und den Niederlanden kaum zu finden.

Mit seinem hellen cremigen Schaum und der goldbraunen Farbe erinnert diese Kreation tatsächlich an ein Lager. Geschmacklich unterscheidet es sich jedoch mit seinen fruchtigen bis würzigen Noten und leicht süsslichem Abgang deutlich von seinen untergärigen Konkurrenten. In Anbetracht des Alkoholgehalts von mehr als neun Prozent ist dieses Bier äusserst leicht.

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Hopf de Bäse

Hopf de Bäse – India Pale Ale (IPA)

4.2 Vol.%
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe

Das IPA wurde von Londoner Brauern erfunden, um die Kronkolonie Indien zu beliefern. Um es für die lange Seereise haltbar zu machen, wurde reichlich Hopfen zugegeben. Dieses Produkt stiess auf grossen Anklang bei der Kundschaft und schaffte es bis nach Australien, wo es zunächst unter „pale ale as prepared for India“ und später „India Pale Ale“ bekannt wurde. In Zusammenhang mit dem „Heimbrauerboom“ in den USA der letzten 20 Jahre erfreute sich dieser Stil eines starken Aufschwungs.

Äusserlich merkt man diesem Bier nicht viel an – ein klares goldgelb mit einer leichten – kaum erkennbaren – Nuance grün. Woher dieser leichte Grünton kommt, erkennt man schon mit der Nase – hier mangelt es nicht an Hopfen! Beim Trinken umhüllt ein aromatischer herber Hopfengeschmack ein vollmundiges Ale. Es ergibt sich ein wunderbar erfrischendes Erlebnis, welches keine Zweifel am Erfolg dieses Stils lässt.

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Ale Gibson

Ale Gibson

Ale Gibson – Scottish Ale

4.6 Vol.%
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe, Orangenschalen

Schottland kann auf über 5000 Jahre Braugeschichte zurückblicken, wobei lange mit Heidekraut anstelle von Hopfen gebraut wurde. In den letzten Jahrzehnten entstanden viele Kleinbrauereien, welche ein breit gefächertes Biersortiment anbieten. Auch dieses Bier entspricht am ehesten dem Experimentierstil dieser jungen Brauereien.

Eine erste dominante Komponente ist der einzigartige Cascade-Hopfen, welcher eine erfrischende blumige Aromanote einbringt. Kombiniert wird dies mit einem leicht rauchigen Geschmack, welcher dem hier verwendeten Whiskymalz entstammt. Zusammen ergibt sich so eine äusserst köstliche Kreation, welche höchsten Ansprüchen genügt.

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Ale of Man

Ale of Man – Barley Wine

9.1 Vol.%
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe

Wie der Name vermuten lässt, finden sich bei dieser Spezialität viele Gemeinsamkeiten mit Wein – die auffälligste dürfte der Alkoholgehalt sein. Ursprünglich entstand der Stil, um Weintrinkern eine Alternative aus der Brauerei zu bieten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Stil am Rande der Bierszene, bleibt aber bis heute eine selten gesehene Delikatesse.

Egal ob Farbe, Aroma, Geruch oder Geschmack – dieses Bier ist eine Wucht! Der Genuss dieser Spezialität wird dominiert durch die Intensität von (Röst-)Malz und Aromahopfen. Zwischen dem beinahe süssen Antrunk, der dem hohen Alkoholgehalt zu verdanken ist und dem hopfigen, schier kräutrig-erdigen Abgang findet man ein breites orchestrales Aromenspiel. Neben so viel Geschmack bleibt im Glas kein Platz mehr für Licht – das Bier ist dunkler als ein Tunnel bei Nacht.
Alles in allem erstaunt es nicht, dass die Vorbilder für dieses Bier unter Namen wie „Skull Splitter“ oder „Irish Death“ bekannt sind.

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Bauchpinsel

Bauchpinsel – California Common

5.4 Vol.%
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe

Als deutsche Braumeister gegen Ende des 19ten Jahrhunderts nach Kalifornien auswanderten, fanden sie für ihren Brauprozess eine andere Ausgangslage vor als in ihrer Heimat. Lagerbiere konnten nicht hergestellt werden, da dafür kühle Temperaturen nötig sind, wofür die Kühlmethoden fehlten. Nach und nach entwickelte sich dann das California Common, welches aus den lokalen Rohstoffen gebraut wurde und mit einer speziellen Lagerhefe vergoren wurde.
In den 80er Jahren wurde der Stil durch die kalifornische Brauerei Anchor wiederbelebt. Es wird auch vermutet, dass in Nordkorea ein ähnlicher Stil vorherrschend ist, da kaum Elektrizität für die Kühlung benötigt wird.

Grundsätzlich findet man beim Bauchpinsel einige Parallelen zum klassischen Lager. Der eher malzbetonte Charakter ergibt mit einer dezenten Hopfenbittere ein recht süffiges Profil. Verglichen mit typischen untergärigen Sorten ist dieses Exemplar jedoch eine Spur würziger und kräftiger. Dafür verantwortlich ist in erster Linie die spezielle Hefe, welche bei deutlich höheren Temperaturen arbeitet. Dass auch in Sachen Malz ein gewisser Unterschied besteht zeigt sich an der dunkelbraunen Farbe.

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